Vorhaben: LernOrte Bienen und Lebensräume

Die IP-Gruppe, hier das Netzwerk IP-Dialog.de fördert und unterstützt, inklusiv für alle Generationen, Dialoge, Iniativen in verschiedenen Ausrichtungen, um gemeinschaftlich ökonomische, ökologische und soziale Innovation anzustiften und in der Umsetzung zu begleiten.

Unter dem Leitthema „LernOrte Bienen und Lebensräume“ bieten wir durch Dr Benjamin Barth und Team Organisation, Einschätzungen, Konzepte und Umsetzungsbegleitung zu geplanten Projekten zur Verbesserung der Biodiversität, insbesondere mit Fokus auf Bienen, in Kommunen, Institutionen, Liegenschaften und Unternehmen an.

Eine 2017 erschienene wissenschaftliche Studie….

… belegt nach Jahrzehnte langen Untersuchungen den flächendeckenden dramatischen Rückgang von Fluginsekten um 75% – das Insektensterben. Als Ursachen stellen sich vor allem zwei Faktoren heraus: Erstens, intensive Landwirtschaft und damit verbundener Verlust artenreicher Lebensräume durch den großflächigen Anbau von Monokulturen; und zweitens, Pestizideinsatz. Die Folgen sind weitreichend, denn betroffen sind auch die Bienen, welche für die Bestäubung von Blütenpflanzen, und damit für Ökosysteme und einen Großteil unserer Lebensmittelproduktion essentiell sind, wie zum Beispiel die Aktion „Biene weg. Regal leer.“ einer Discounterkette eindrucksvoll zeigt. Neben der altbekannten Honigbiene gibt es in Deutschland über 550 Wildbienenarten, welche meist keine Staaten bilden, sondern relativ unauffällig in Boden, Holz oder Lehm- und Steinwänden nisten, jedoch für die Bestäubung vieler für Honigbienen ungeeigneten Pflanzenarten nicht wegzudenken sind. Gut die Hälfte von ihnen ist als gefährdet eingestuft! Insbesondere für Wildbiene sind biodiverse Habitate lebenswichtig, da große, geschlossene Agrarflächen für sie unüberwindliche Wüsten darstellen. Auch Honigbienen werden durch lange Wege über Felder blütenloser Monokulturen zu geeigneten Nahrungsquellen geschwächt. Weiterhin belastet durch Pestizide, welche bei Bienen zu Orientierungslosigkeit, Immunschwäche und verkürzter Lebensdauer führen, kommt es mitunter zum Zusammenbruch ganzer Populationen. Im städtischen Raum sieht die Situation durch größtenteils versiegelte Flächen nicht viel besser aus. Jedoch gibt es hier dank geringeren Pestizideinsatzes und mehr kleinstrukturell diverser Habitate, wie Brachen, Parks, Gärten und Balkone, mehr Möglichkeiten den Bienen Lebensräume zur Verfügung zu stellen.

Was können wir also gemeinsam tun?

Unser Ziel ist es insbesondere im ländlichen Raum die Lebensraumsituation für Wildbienen zu verbessern. Dafür möchten wir Projekte zum Anlegen von Nahrungs- und Nistgelegenheiten unterstützen. Die Schaffung regelmäßiger Durchbrechungen geschlossener Agrarflächen durch biodiverse, naturnahe Freiflächen mit heimischen, bienenfreundlichen Pflanzenarten, sowie geeigneten Niststrukturen wie Gehölze, Totholz, Trockenmauerwerk, Steinhaufen und Sand- und Lehmflächen bieten den Bienen Oasen, über welche der Genfluss zwischen Standorten, und somit gesunde Populationen, aufrecht erhalten werden können. Lebensräume, wie maximal zweimal pro Jahr gemähte Wiesen, Weiden, Streuobstwiesen, Ackerrandstreifen und Gärten mit einer Pflanzenkomposition, die von Frühjahr bis Herbst nektarreiche Blüten bietet, sind essentiell. Zusätzlich vorhandene naturnahe und nicht pestizidbelastete Lebensräume in näherer Umgebung sind natürlich von großem Vorteil. Weiterhin möchten wir das Anlegen künstlicher Niststrukturen wie „Bienen- und Insektenhotels“ unterstützen und begleiten. Dazu kommt das Fördern gesunder Honigbienenbestände durch Kleinimkerei auf nicht pestizidbelasteten Flächen, und das Anlegen von Schaubienenstöcken mit Glasfront zu Lehr- und Tourismuszwecken. Ziel unserer Vorhaben ist eine langfristige Nutzung in Form von Lehre, Marketing und besonders auch als touristisches Ziel. Deshalb möchten wir die Schaffung bienenfreundlicher Lebensräume und Strukturen durch Schau- und Lehrtafeln, Lehrpfade, Führungen, Exkursionen und Workshops (z.B. Garten- und Landschaftsgestaltung für Bienen) ergänzen, sowie, im Bereich Honigbienenkunde und Imkerei, durch Workshops und Seminare zu Honigherstellung und -nutzung, und öffentlichem Schauimkern. Dies möchten wir zu regelmäßigen Terminen, auch durch Toursismusmarketing und in Kooperation mit verschiedenen Akteuren und Drittanbietern, zum Gegenseitigen Nutzen von Mensch und Natur veranstalten.

Kontakt : Dr. rer nat Benjamin Barth, Mail : Barth@ip-building.de

Siehe auch: http://www.ip-building.de/w/18573/lernorte-bienen-und-lebensraume/