Zwischen der wachsenden Bedeutung wissensintensiver IO

Zwischen der wachsenden Bedeutung wissensintensiver IO

Zwischen der wachsenden Bedeutung wissensintensiver IO-Projekte und der Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen die emprisch fundierte Erkenntnisse liefern können, wie diese Projekte praktisch bewältigt werden, besteht eine Kluft.

Es gibt kaum Untersuchungen, die mit den Problemen beschäftigen, die bei der Durchführung der Prozesse in den Projekten entstehen. Wissenschaftlich ungeklärt sind darum brisante und spannende Fragen: Wer setzt schließlich durch wie etwas gemacht wird, wem wird vertraut, und warum?

Seit September versucht eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Studie des Soziologischen Forschungsinstituts ( SOFI ) Göttingen mit Hilfe von Fallbeispielen aus der ITK und der Automobilindustrie Klarheit zu schaffen.Im Fokus der Untersuchung sollen, so erfahren wir aus der Pressemitteilung des SOFI, vor allem die praxisrelevanten Fragen stehen:
“Wie wird bei wissensintensiven Interorganisationalen ( IO )-Kooperationen das Handeln praktisch koordiniert, wenn Möglichkeiten hierarchischer Steuerung nur begrenzt zur Verfügung stehen oder nur eingeschränkt praktikabel sind?
Welche theoretischen und konzeptionellen Perspektiven können einen Beitrag zur besseren Erklärung und zum besseren Verständnis wissensintensiver IO-Kooperationen leisten?
Welche organisatorischen Bedingungen und Maßnahmen begünstigen und motivieren innovatives Verhalten in IO-Projekten?”( PM )
Dafür werden “die Aushandlungsprozesse in und zwischen den beteiligten Unternehmen in den Blick genommen.” Ausgehend von einer Literaturrecherche stellen die Wissenschaftler des SOFI fest, dass die eine fortschreitende „Projektifizierung“ von Arbeit und Organisation ein Merkmal moderner Ökonomien ist:”Zugleich konstatieren internationale Studien einen Trend zur Öffnung von Innovationsprozessen. Das gilt in besonderer Weise für wissensbasierte Branchen und Unternehmen, die neue Produkte angesichts der erforderlichen Ressourcen, der Vielfalt der zu integrierenden Wissensbestände und Disziplinen und kürzer werdender Innovationszyklen häufig nicht mehr im Alleingang hervorzubringen vermögen.Temporäre F+E-Kooperationen zwischen selbständigen Unternehmen, interorganisationale ( IO ) Projekte werden damit zu einem relevanten Wettbewerbsfaktor für Unternehmen und Standorte. “
Kontakt:

Dr. Peter Kalkowski

mail: peter.kalkowski@sofi.uni-goettingen.de