Gastbeitrag

Die Millionenfrage. Demographischer Wandel und der Pflegenotstand.

[ Gastbeitrag von Elisabeth Scharfenberg ] Nun haben wir sie erreicht, die Millionenfrage. 2050 werden 1 Million Pflegekräfte benötigt. Das hat der Pflege-Report der AOK ermittelt. Nein, das passiert nicht von heute auf morgen. Entspannt Euch! Wir bewegen uns langsam darauf zu.

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Gedanken zur Wahl „Deine Zukunft Erinnern!“

[ D. Rohde ] Anbei ein paar Gedanken zur Wahl! Mit einem Blick in die Geschichte, wird man feststellen, dass die Nazis aus einer Minderheit heraus ein ganzes Land übernommen haben. Schlägertrupps schüchterten die Menschen ein, um sie von ihrer Idee zu überzeugen. Hitler hatte niemals zu Beginn seiner Karriere eine Mehrheit. Er war ein Blender. In seinem Buch „Mein Kampf“ publizierte er seine Pläne für das 3. Reich. Seine Helfer waren willfährige Idioten, die den Österreicher unterstützten, um selbst Karriere zu machen.

Hier schon lassen sich klare Parallelen zur AfD erkennen. Die, die die Partei einst gegründet hatten, um ein Pendant zur CDU zu entwickeln, waren schnell abgemeldet, ebenso, wie die, die mit Hitler eine Veränderung wollten. In beiden Fällen übernahmen Nazis die Führung.

Um von den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen in der Weimarer Republik abzulenken, kam noch vor der Machtergreifung des Braunauers, der schwelende Antisemitismus gerade zur richtigen Zeit. Die Rechten bauschten ihn auf und nutzten ihn für ihre Zwecke. Der gleiche Mechanismus funktioniert auch heute bei der AfD, der NPD und wie sie alle heißen. Heute ist es der Antisemitismus und der Ausländerhass, der die Bevölkerung zerfrisst und anfällig macht für nationalistisches Gedankengut, dass zu einer Art Religion mutiert ist.

Die Menschen hatten damals ihren Glauben verloren, huldigten dem Kapital und gingen damit 1929 krachen. Auch damals gab es viele Parteien, die sich um die Macht stritten und nicht bemerkten, wie sie ihr Mandat an die Rechten verloren hatten. Hitler hatte seine zweite große Chance nach der Weltwirtschaftskrise und nutzte sie gekonnt. Auch hier gibt es Parallelen. Hitler hätte nach dem Putsch von 1923, den er zusammen mit General von Ludendorff angezettelt hatte, wegen Hochverrats hingerichtet werden müssen.

Die Gerichte zeigten Milde und ließen ihn am Leben! Mit fatalen Folgen für die Welt. Wären nicht so viele Sympathisanten unter den Richtern und Staatsanwälten gewesen, hätte es das Dritte Reich nie gegeben. Das Gericht hätte gegen Hitler ein Todesurteil aussprechen können. Auch hier finde ich erstaunlich viele Parallelen zu der heutigen Situation. Der Staatsanwalt Ludwig Stenglein, ließ nur Zeugen zur Entlastung der Angeklagten aber keine Zeugen der Anklage zu. Dieses Vorgehen findet sich auch heute in vielen Staatsanwaltschaften wieder. Dabei müssen die mitteldeutschen Staatsanwaltschaften wohl zuerst benannt werden. Hier herrscht nur wenig Interesse, rechtsmotivierte Straftaten aufzuklären. Parallelen zu der Justiz im Dritten Reich finden sich auch hier.

Wie alles zu Ende ging, ist wohl jedem bewusst. Ich sollte nicht vergessen, zu erwähnen, dass die gesamte Deutsche Bevölkerung nach dem Krieg nichts von den Verbrechen gewusst haben will.

Eine Lüge!

Das Schlimme an dieser Lüge ist jedoch, dass das braune Gedankengut in vielen Familien traditionell weitervermittelt worden ist. Es ist wieder salonfähig geworden. BParteien wie die CDU, SPD und FDP beugen sich dem Gebrüll von Nazis und versuchen deren Wünsche zu erfüllen, in der Hoffnung, dass sie ein paar mehr Wählerstimmen bekommen. Diese Parteien haben es geschafft, sich durch Kürzungen und Streichungen von Mitteln in der Bildung, den Ast unter dem Arsch abzusägen, auf dem sie sitzen. Stattdessen liebäugelt die CDU mit einer Allianz mit der AfD, damit sie an der Macht bleibt. Auch dazu gibt es in der Geschichte Parallelen.

Wer denkt, er muss die AfD wählen, sollte es sich gut überlegen. Im Wahlprogramm kann er nachlesen, wie die Pläne der Partei bei einer „Machtübernahme“ sind! Alles, was nicht geschrieben steht, haben die Herren Gauland, Höcke, Meuten und ihre Quotenlesbe Alice Weidel schon auf unzähligen Demonstrationen gesagt. Frau Weidel stammt im übrigen aus der Schweiz und ist der Arbeit wegen nach Deutschland eingewandert.

Ich bin auch nicht gerade ein Fan von Frau Merkel. Ich bin auch unschlüssig wen ich wählen soll, da unsere Politiker durchweg nur Lachnummern sind, die sich mit üppigen Diäten den Hintern vergolden lassen. Aber ich werde meine Stimme nicht den Rechten geben, die Behinderte als Kostenfaktoren, Ausländer als Schmeißfliegen und Schmarotzer titulieren und die es gut finden, wenn wieder Juden in unserem Land angegriffen werden.

Europa muss wachsen und die Fehler, die seit der Ära Kohl gemacht wurden, müssen korrigiert werden. All das ist kein Grund die Nazis zu wählen. Wer jetzt diese Parteien wählt, wird sich nicht herausreden können, er habe es nicht besser gewusst.

Ich wünsche mir ein freies und demokratisches Europa. Das ist aber nur zu erreichen, wenn man es weiter aufbaut. Wir hatten nie eine wirkliche Demokratie aber wir waren auf einem guten Weg dahin. Bewahren wir es uns!

D. Rohde trägt zum Netzwerk IP-Dialog.de bei und fördert damit, inklusiv für alle Generationen, Dialoge in verschiedenen Ausrichtungen, um gemeinschaftlich ökonomische, ökologische und soziale Innovationen, Initiativen mit demokratischen Werten zu unterstützen, anzustiften, sowie diese in der Umsetzung professionell zu begleiten.

Im Westen leben, Freiheit genießen, aber sie nicht verteidigen?

.[ GvN ] Gastbeitrag von Hamed Abdel-Samad.

„Ihr Feiglinge! Viele junge Muslime / Muslimas leben im Westen und genießen die Vorzüge der Freiheit, setzen sie sich aber für diese Freiheit kaum ein. Viele sind gut gebildet und haben einen guten Job, bleiben aber in den Zwängen der Religion und der eigenen Community verhaftet. Im Westen leben, Freiheit genießen, aber sie nicht verteidigen? weiterlesen

„No longer – proletarians of the world unite – it is people of the world unite.“

[ Gastbeitrag von Prof. em. Dr. Vladimir Golstein, Slavic Studies, Yale University, New Heaven, USA.]

One of the most beloved Russian song-writers, Bulat Okudzhava, has this well-known song, called, „Soiuz druzei“ (Unity of Friends) with the refrain: „let’s hold each other hands so that we won’t be destroyed one by one“

It is almost a cliche within Russian context. Russian culture always stresses unity, unison, togetherness, cooperation and so on. Slavophiles of the XIX century insisted that it is this unity (sobornost‘) that differentiates Russia from the west with its stress on individualism, separation, tension, competition. „No longer – proletarians of the world unite – it is people of the world unite.“ weiterlesen

Parallelen: Taktiken des Faschismus. Von Douglas Graham

Wir danken Countess Sigrid von Galen, London, für Ihr Engagement, hier durch die Übersetzung des Gastbeitrags.

[ GvN ] Meiner Meinung nach ist Douglas Grahams Beitrag nicht nur ein ausgezeichneter Gradmesser und Tiefenblick ueber die Situation in den USA, sondern leider auch in vielen anderen Laendern: Parallelen: Taktiken des Faschismus. Von Douglas Graham weiterlesen